Beweiswert einer Krankschreibung während Kündigungsfrist

Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass der Beweiswert einer Krankschreibung erschüttert sein kann, wenn die bescheinigte Arbeitsunfähigkeit genau die Dauer der Kündigungsfrist umfasst (Urteil vom 8.9.2021 zu dem Aktenzeichen 5 AZR 149/21). Einige Arbeitgeber nutzen dieses Urteil nun, um die Weiterzahlung von Entgelt zu verweigern und Arbeitnehmer in eine Klage zu zwingen.

Urteilsbasis war eine Arbeitnehmerin, die gleichzeitig mit ihrer Eigenkündigung eine Krankschreibung bis zum Ende der Kündigungsfrist vorgelegt hatte.

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Freundlicher Umgang mit ChatGPT

Eine Studie zeigt, dass 70% der Nutzer freundlich und höflich zu ChatGPT sind, wobei die Gründe variieren. Viele tun es aus Gewohnheit oder Anstand, während andere befürchten, unhöfliches Verhalten könnte in einer Zukunft mit KI negative Konsequenzen haben. Einige glauben, dass Höflichkeit die Antworten verbessert, während andere sie für überflüssig halten oder einfach aus Effizienzgründen darauf verzichten. Was ist da wirklich dran?

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Stress und Burnout bei IT-Berufen

Eine Studie des IT-Berufsverbands Isaca zeigt, dass 73 % der europäischen IT-Fachkräfte unter arbeitsbedingtem Stress oder Burnout leiden. Hauptgründe sind hohe Arbeitsbelastung (61 %), knappe Fristen (44 %), fehlende Ressourcen (43 %) und problematische Führungskräfte (47 %). Zudem verschärfen Qualifikationsdefizite die Situation, da vorhandene Mitarbeiter mehr Tätigkeiten übernehmen müssen.

Trotz der Belastung bleiben viele in der Branche, weil sie Problemlösungen und Kreativität schätzen (45 %) oder ihren Job interessant finden (47 %). Die IT bietet zudem gute Karrieremöglichkeiten: 68 % erhielten in den letzten zwei Jahren eine Gehaltserhöhung oder Beförderung, 74 % profitieren von finanzierten Zertifizierungen.

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Zielvorgaben bei Bonusregelungen – der Arbeitgeber haftet!

Arbeitnehmer haben Anspruch auf Schadenersatz, wenn der Arbeitgeber zu spät die konkreten Ziele für Bonuszahlungen festlegt. Das entschied das Bundesarbeitsgericht in einem Fall aus Nordrhein-Westfalen: Ein Kläger mit Führungsverantwortung forderte Schadenersatz, weil sein Arbeitgeber die Ziele verspätet festlegte. Obwohl er bereits eine variable Vergütung erhielt, verlangte er weitere Zahlungen als Ausgleich, und bekam Recht.

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Welche (arbeitsrechtlichen) Änderungen versprechen die Sondierungen von CDU/CSU und SPD?

Am 8. März 2025 haben CDU/CSU und SPD ein Sondierungspapier vorgestellt, das die Grundlage für die Koalitionsverhandlungen bildet. Es enthält zentrale arbeitsrechtliche Reformen:

  1. Mindestlohn-Erhöhung: Der gesetzliche Mindestlohn soll bis 2026 auf 15 Euro steigen. Obwohl die Mindestlohnkommission formal zuständig bleibt, erhält sie Leitlinien, um dies umzusetzen. Auswirkungen sind steigende Lohnkosten, Rationalisierungsmaßnahmen in den Unternehmen und höhere Preise für Verbraucher.
  2. Flexiblere Arbeitszeiten: Die CDU strebt eine wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit an, während die SPD dies tarifgebundenen Unternehmen überlassen möchte. Auswirkungen wären weniger Compliancerisiken (Verstöße gegen das ArbZG) und größere betriebliche Flexibilität.
  3. Stärkung der Tarifbindung: Ein Tariftreuegesetz soll Unternehmen, die öffentliche Aufträge erhalten, zur Einhaltung tariflicher Bedingungen verpflichten. Auswirkungen wären steigende Lohnkosten und mögliche Marktveränderungen.
  4. Erleichterte Fachkräfteeinwanderung: Bürokratische Hürden sollen abgebaut und Qualifikationsanerkennungen verbessert werden. Die Umsetzung bleibt fraglich aufgrund bestehender Engpässe in den Behörden.
  5. Sonstige Änderungen: Steuerfreiheit für Überstundenzuschläge, ein „aktiver Rentenstatus“ für steuerfreies Arbeiten im Ruhestand und Entgelttransparenzrichtlinien stehen zur Diskussion. KI-Regulierungen bleiben ebenso vage.

Fazit: Die Reformen sollen Modernisierung und soziale Gerechtigkeit fördern, doch ihre praktische Umsetzung und die Auswirkungen sind noch ungewiss. Weitere arbeitsrechtliche Themen wie mobiles Arbeiten bleiben aber offen bzw. fehlen.

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Gehaltseinbußen bei Entwicklern, Branche schafft keinen Inflationsausgleich

Obwohl IT-Fachkräfte weiterhin überdurchschnittlich verdienen, zeigt eine Analyse von Indeed, dass die großen Gehaltssteigerungen in der Branche nachlassen. 2024 sanken die Gehälter von Software-Entwicklern um 0,7 %, während IT-Support- und Infrastrukturjobs nur um 0,8 % zulegten – zu wenig, um die Inflation von 2,2 % auszugleichen. Damit gehören IT-Berufe unter den 20 wichtigsten Berufsgruppen zu den schwächsten in der Gehaltsentwicklung.

Hauptgrund ist der Sparkurs vieler Unternehmen, der v.a. gut bezahlte IT-Stellen trifft. Zudem ist die Nachfrage nach Software-Entwicklern stark zurückgegangen, mit dem größten Rückgang an Stellenausschreibungen auf Indeed. Jobsicherheit wird daher wichtiger als Gehaltssteigerung.

Im Gegensatz dazu vermeldet das Statistische Bundesamt für 2024 einen Anstieg der Nominallöhne um 5,4 % und der Reallöhne um 3,1 %, begünstigt durch Inflationsausgleichsprämien und Tarifsteigerungen – der höchste Reallohnzuwachs seit 2008.

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IT-Jobmarkt zunehmend in Schieflage

Viele Unternehmen in Deutschland planen Stellenstreichungen, wodurch das ifo-Beschäftigungsbarometer im Februar 2025 auf 93,0 Punkte gesunken ist. Besonders betroffen sind die Industrie, der Handel und die Dienstleistungsbranche, darunter verstärkt IT-Dienstleister. Die Arbeitslosenzahlen sind im Januar 2025 um 186.000 auf fast drei Millionen gestiegen, die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,4 %.

Auch im IT-Sektor nimmt die Arbeitslosigkeit zu. Im Januar 2025 waren über 126.000 IT-Fachkräfte bei der Agentur für Arbeit gemeldet, ein Anstieg um 18,5 % in zehn Monaten. Gleichzeitig wurden 25 % weniger neue IT-Stellen angeboten als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist auch in den USA sichtbar, wo die IT-Arbeitslosenquote auf 5,7 % gestiegen ist.

Ein Grund für die sinkende Nachfrage nach IT-Fachkräften ist der verstärkte Einsatz von KI, die zunehmend Routineaufgaben übernimmt. Große Techunternehmen ersetzen Mitarbeiter durch KI, was den langfristigen Jobmarkt beeinflusst.

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Philippe Salle wird Präsident von Atos – Rettungsplan und Herausforderungen

Philippe Salle, ehemaliger CEO des Immobilienkonzerns Emeria, wurde zum Präsidenten von Atos ernannt und wird im Februar 2025 die Rolle des CEO übernehmen. Seine Hauptaufgabe wird die finanzielle Umstrukturierung des angeschlagenen IT-Unternehmens sein. Am 15. Oktober 2024 legte Atos seine kollektive Schutzmaßnahme beim Handelsgericht in Nanterre vor. Das Gericht wird seine Entscheidung am 24. Oktober um 09:00 Uhr morgens bekannt geben, wie die Kanzlei Reuters mitteilte.

Salle löst Jean-Pierre Mustier ab, der übergangsweise als CEO tätig war und die Übergabe administrativ begleiten wird. Die Ernennung von Salle wurde einstimmig vom Board genehmigt und muss den Aktionären zur Abstimmung noch vorgelegt werden. Atos hat einen Schuldenerlass von 3 Milliarden Euro mit seinen Gläubigern ausgehandelt und plant eine Kapitalerhöhung, um die Schulden von insgesamt 5 Milliarden Euro zu reduzieren. Die Aktie des Unternehmens stieg nach der Bekanntgabe um 3%, nachdem sie seit Jahresbeginn um etwa 90% gefallen war.

Allerdings steht Atos noch immer vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Die Margen für 2024 werden voraussichtlich nur 238 Millionen Euro erreichen, was 16 % unter den ursprünglichen Prognosen liegt. Zudem leidet der gesamte IT-Sektor unter Budgetkürzungen und rückläufigen Investitionen aufgrund der schwächelnden Wirtschaft. Eine weitere Umstrukturierung scheint unvermeidlich, da Atos bis Ende 2025 eine Milliarde Euro in bar benötigt und die Banken zunehmend ihre Unterstützung zurückziehen.

Zudem gibt es Überlegungen zur Demontage des Unternehmens, während potenzielle (bekannte) Käufer für verschiedene Geschäftsbereiche im Gespräch sind. Die Zukunft von Atos bleibt weiterhin unsicher und alle Beteiligten bereiten sich auf mögliche Veränderungen vor. Zudem bleibt die Frage weiterhin offen, wie mit der getrennten Unternehmensstruktur zwischen Atos und Eviden umgegangen wird und welche Pläne der neue designierte CEO mit diesem teuer erkauften Konstrukt hat.

Mit welchen Vorstellungen zu einer Zukunft von Atos der neue CEO antritt gilt es abzuwarten. Denn neben den finanziellen, wirtschaftlichen und operativen Schwierigkeiten die bewältigt werden müssen, ist es erforderlich uns Mitarbeitern die gegenwärtige Situation und die Entwicklung der Lage ehrlich zu erklären.

Warum IT-Unternehmen verstärkt KI-Applikationen verwenden und deren Einsatz die Mitarbeiter unterstützen sollten

In einer sich schnell entwickelnden IT-Branche ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) auch für mittelständische Unternehmen von entscheidender Bedeutung. KI-Applikationen bieten zahlreiche Vorteile, die nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit stärken. Um diese Technologien optimal zu nutzen, sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter dabei aktiv unterstützen.

KI kann Routineaufgaben automatisieren und komplexe Datenanalysen durchführen. Für mittelständische Unternehmen, die oft mit begrenzten Ressourcen arbeiten, ist dies ein großer Vorteil. Wenn Mitarbeiter geschult sind, KI-Tools effektiv einzusetzen, können sie sich mehr auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren und die Gesamtproduktivität des Unternehmens erhöhen.

Durch den Einsatz von KI können Unternehmen datengestützte Entscheidungen treffen, die auf umfassenden Analysen basieren. Mitarbeiter, die in der Nutzung von KI geschult sind, können diese Erkenntnisse verwenden, um strategische Entscheidungen zu optimieren und schnell auf Veränderungen am Markt zu reagieren.

Die Unterstützung der Mitarbeiter im Umgang mit KI fördert eine Kultur der Innovation. Wenn Angestellte ermutigt werden, neue Ideen zu entwickeln und KI-Lösungen anzuwenden, kann das Unternehmen kreative Ansätze entwickeln und sich von Wettbewerbern abheben. Workshops und Schulungen helfen dabei, das Potenzial von KI sinnvoll auszuschöpfen.

KI-Anwendungen wie Chatbots und automatisierte Supportsysteme können den Kundenservice auf ein neues Level heben. Wenn Mitarbeiter die Fähigkeiten haben, solche Technologien zu implementieren und zu nutzen, können sie die Kundenzufriedenheit steigern und z.B. die Reaktionszeiten erheblich verkürzen.

Wir von partner@atos setzen uns daher dafür ein, dass bei Atos und Eviden die Mitarbeitenden durch Informationsveranstaltungen und gezielte Schulungen unterstützt werden, um die Vorteile und Potentiale von KI voll ausschöpfen zu können. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit als IT-Unternehmen ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir verstärkt KI-Applikationen nutzen und diesen IT-Trend aktiv mit vorantreiben.